Der Augarten

Eine Grünoase vor der Haustüre

Der Augarten ist der größte erhaltene innerstädtische Garten Wiens. Zwei weltberühmte Wiener Institutionen sind in diesem Park beheimatet: die Wiener Sängerknaben im Palais Augarten und die Porzellanmanufaktur im alten Schloß.

Noch im Biedermeier erstreckte sich dort, wo heute Lampigasse, Nordwestbahnstraße und Rauscherstraße liegen, der Augarten als Auwald bis zur Donau. Nach 1870 wurde dieser nördliche Teil des großen, ehemaligen kaiserlichen Jagdgebietes Augarten gerodet und aufgeschüttet. Dies ist für Interessierte noch heute am Höhenunterschied zwischen Park- und Straßenniveau zu erkennen (Stiegenabgang beim Hauptportal Lampigasse). Auf den aufgeschütteten Flächen errichtete man damals den Nordwestbahnhof und die Häuserzeile am Nordende des Augartens. So entstanden auch die Lampigasse und die Nordwestbahnstraße als Begrenzung des Parks.

Ein Garten mit Pfiff

Früh morgens, nachmittags wie abends sieht man viele Jogger die grünen Alleen des Augartens entlanglaufen. Neben der passiven wie aktiven Erholung bietet der Augarten wie nur wenig andere öffentliche Gärten ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Das Portfolio reicht von multikulturellen Events wie dem "Fest der Völker" über das jeweils im Juli und August stattfindende "Kino unter Sternen" bis zum kulinarischen "Klassik Picknick im Augarten".

Frühstück unter Kastanien

Der gemütliche Spaziergänger findet im Café Awawa/Bunkerei, situiert an der süd-westlichen Augartenmauer, eine freundliche Bedienung, kleine, feine Gerichte und vorallem absolute Grünruhe inmitten jahrzehntealter Kastanienbäume. Zu empfehlen sind die preiswerten Awawa- bzw Augartenfrühstücksangebote. Als Konsumzeit empfehlen wir einen lauen Sommermorgen.

Wer mehr Wert auf gehobenes Ambiente legt, sollte sich einen Besuch im Atelier Augarten gönnen. Der 1956 errichtete Gebäudekomplex wurde 2000/01 um umgerechnet 3,8 Mio. Euro generalsaniert. Das Atelier Augarten bietet Ausstellungsprojekten zeigenössischer Kunst Platz und ist ständiger Sitz einer Ausstellung des Bildhauers Gustinus Ambrosi. Seit dem Umbau findet man hier aber nicht nur Kunst sondern auch ein gediegenes Café, das Abends als Bar bzw Restaurant genutzt wird.